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  |  09. Oktober 2019

Mönchengladbach hat viel vor

„Stadt mit unterschätztem Potenzial“

Gemeinsam mit seinen Standpartnern hat sich die Stadt um Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin und Dr. Ulrich Schückhaus als Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft EWMG auf der Immobilienmesse Expo Real Investoren und Projektentwicklern aus aller Welt präsentiert. Mit auf dem Podium in München waren in der „Mönchengladbacher Runde“ auf dem Gemeinschaftsstand der Standort Niederrhein GmbH Klaus Franken, Managing Director bei Catella, und Ralph Schneemann als Geschäftsführer der BEMA Gruppe. „Die Aufbruchsstimmung ist in der ganzen Stadt spürbar. Mönchengladbach ist eine Stadt mit unterschätztem Potenzial“, so Franken.

Catella investiert in die Seestadt mg+
Der Projektentwickler hat am 1. Oktober mit der EWMG einen Kaufvertrag mit der von Catella gegründeten Seestadt mg+ GmbH unterzeichnet. Damit wird eines der größten und wichtigsten Projekte der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt immer konkreter. Mit dem Kaufvertrag hat sich der Investor den Zugriff auf die Grundstücke an der Breitenbachstraße, Lürriper Straße und Kranzstraße gesichert. Das Areal hat eine Gesamtgröße von rund 105.000 m². Davon gehen nach derzeitiger Planung rund 78.000 m² in den Besitz der Seestadt mg+ GmbH über, die künftigen öffentlichen Flächen für See, Promenade sowie Grünflächen verblieben in städtischer Hand.

Der Kaufvertrag verpflichtet den Investor auf die Rahmenbedingungen, die derzeit im Bebauungsplan ausgearbeitet werden. Neben dem ca. 20.000 m² großen See sind unter anderem ein schneller Radweg, innovative Spielflächen sowie zwei Kitas in der neuen Seestadt mg+ vorgesehen. 40 Prozent der geplanten Wohnflächen sollen für definierte Zielgruppen vorgehalten werden, zehn Prozent entfallen auf den geförderten Wohnungsbau. Franken ist zuversichtlich, dass die Bauanträge noch dieses Jahr eingereicht werden können. Der Baubeginn ist für nächstes Jahr avisiert.

BEMA realisiert Projekt „19 Häuser“
Auch die BEMA Gruppe investiert in die Stadt und realisiert das Projekt „19 Häuser“ am Europaplatz. Da das Projektgrundstück in den heutigen Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) hineinrückt, ist eine räumliche und betriebliche Umplanung erforderlich. Dafür haben die Projektentwicklungsgesellschaft, Stadt und NEW eine Absichtserklärung unterzeichnet. „Wir wollen das Projekt zügig vorantreiben und mit dem Projekt 19 Häuser, dem ZOB mg+ und der Umgestaltung des Europaplatzes einen neuen Stadteingang schaffen“, versicherte BEMA-Geschäftsführer Ralph Schneemann in München. Das erforderliche Bebauungsplanverfahren läuft. Der Abriss von Haus Westland soll zeitnah nach dem Satzungsbeschluss, voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2020, erfolgen.

Instone erhält Zuschlag für REME-Areal
Auch weitere Projekte standen auf der Expo Real im Fokus. Für das REME-Areal startete im Mai die Suche nach einem Investor für den ersten Teilbereich des ehemals militärisch genutzten REME-Geländes. Den Zuschlag erhielt die Instone Real Estate Development GmbH [wir berichteten]. Der jetzt in München erstmals präsentierte Siegerentwurf für den südlichen Teil des 42.000 m² großen Geländes sieht ein urbanes Freiraumkonzept und Nachbarschaftsplätze vor. Insgesamt rund 300 Wohneinheiten mit einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Wohnformen machen den Standort für alle Nutzergruppen interessant. Als städtebauliche Landmarke und Reminiszenz an die frühere militärische Nutzung bleibt die 190 Meter lange denkmalgeschützte Panzerhalle erhalten. Instone plant hier eine Mischnutzung aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie.

Investor für „Maria-Hilf- Terrassen“ gesucht
Im Auftrag der Stadt hat die EWMG den ersten Bauabschnitt des neuen Wohnquartiers „Maria-Hilf- Terrassen“ ausgeschrieben. Gesucht wird ein Investor für das denkmalgeschützte Gebäudeensemble im Nordosten des Areals. Der denkmalgeschützte Gebäudeteil soll erhalten werden. Der nicht-denkmalgeschützte Bereich wird durch einen architektonisch anspruchsvollen Aufbau erweitert.

In einem zweistufigen Vergabeverfahren sucht die EWMG nun das beste Konzept. Der Abriss der übrigen Klinikgebäude erfolgt zeitnah, die baureif gemachten Baufelder werden voraussichtlich ab 2021 vermarktet. Bis zum 15. November 2019 können interessierte Investoren und Projektentwickler ihre Bewerbungen für den ersten Bauabschnitt abgeben.

Planungen für das Flughafen-Areal
Interessiert haben Projektentwickler und Investoren auch die Planungen für das Flughafen-Areal zur Kenntnis genommen. Der Pachtvertrag mit der Trabrennbahn wird zum 31. Dezember 2021 gekündigt. Damit kann das 140.000 m² große Areal für eine Entwicklung des Flughafens erschlossen werden. Darüber hinaus werden neue Hallen von den Unternehmen Elite Jet Service und Rheinland Air Service (RAS) gebaut. Außerdem beginnt der Bau einer flughafeneigenen Halle voraussichtlich auch noch in diesem Jahr, um die Nachfrage nach Hangarplätzen möglichst bald bedienen zu können. Denkbar ist ein Innovationspark, der die idealen Bedingungen am Flughafen nutzen kann.
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