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  |  14. September 2017

Immobilienpreise weiter gestiegen – noch spielt die Musik im deutschen Markt

Zum sechsten Mal hat PwC im Rahmen des Real Estate Investor Survey Akquisitions- und Research-Abteilungen deutscher und internationaler Investmenthäuser zur Preis-, Zins- und Ertragsentwicklung aus Investments in deutsche Immobilien befragt. Das Ergebnis: Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sind Investitionen in Immobilien weiterhin besonders gefragt. Da attraktive Investitionsobjekte jedoch knapp und umkämpft sind, bleibt der Druck auf die Renditen hoch. Mittelfristig rechnet die Hälfte der Befragten jedoch mit einem Ende der Niedrigzinsphase.
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Büroimmobilien: Kaufpreise in Frankfurt und Mieten in Berlin steigen
In den Büromärkten sanken die Renditen weiter auf Rekordtiefstwerte. Insbesondere Berlin und München wiesen mit 3,1 Prozent bzw. 3,0 Prozent im Juli 2017 nur noch minimale All-Risk-Yields (ARY) auf. Für Berlin bedeutete das einen Rückgang um stolze 80 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr. Einzelne Investoren berichteten für die beiden Städte sogar von einem Minimum-ARY von unter 3 Prozent.

„Die enorm gesunkenen Einstiegsrenditen in Berlin lassen sich sehr stark auf die vorhandenen Marktpotentiale zurückführen. Der Mietmarkt ist aktuell ein extremer Vermietermarkt. Die gleiche Entwicklung sehen wir zeitlich verzögert in Frankfurt durch den Brexit“, sagt Thomas Veith, Partner im Bereich Real Estate bei PwC Deutschland.

Nach oben zeigt der Trend auch bei den Mietpreisen. Alle untersuchten Sub-Märkte erreichten im ersten Halbjahr 2017 ihr Zwei-Jahres-Hoch. Mit einem prognostizierten Mietpreisanstieg von jährlich 3,6 Prozent innerhalb der kommenden fünf Jahre nimmt Berlin hier die Spitzenposition ein.

Einzelhandelsimmobilien: Geringe Verzinsung künftiger Zahlungsströme
Die ARY von Einzelhandelsimmobilien lag unterhalb der von Büroimmobilien. In München fiel der Wert erstmals unter 3 Prozent. Gleichzeitig weist die bayrische Hauptstadt unter den Top-7-Städten gemeinsam mit Düsseldorf die geringste Yield Compression auf. „Für Investoren bleiben Einzelhandelsimmobilien ein schwieriges Terrain. Da die Nachfrage nach Investitionen an deutschen Haupteinkaufsstraßen hoch ist und es auch keine vergleichbaren Alternativen gibt, ist der Wettbewerb unter den Investoren groß. Das lässt die Preise steigen. Der Stand zu Bond-Renditen ist aber weiterhin gesund.“, sagt PwC-Experte Veith.

Die höchsten Preisanstiege in den mittelgroßen Städten verzeichneten Dresden, Karlsruhe, Hannover und Nürnberg.

Logistik: München, Hamburg und Stuttgart mit geringer Zinserwartung
Die sieben größten Städte in Deutschland sind auch mit Abstand die teuersten Logistik-Standorte. München weist mit 4,7 Prozent die geringste ARY vor, gefolgt von Hamburg (4,8 Prozent) und Stuttgart (4,9 Prozent). Dort wird die Yield Compression durch die Knappheit geeigneter Bauflächen noch verstärkt. Die übrigen Städte bilden rund 60 Basispunkte über dem Niveau der Top-7 ein homogenes Cluster.
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